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Entschuldigung, das habe ich nicht verstanden

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Dr. Louis Ng über West Kowloon: Kunst - überall!

Localiiz
  • von Localiiz
Dr. Louis Ng, Direktor des Hong Kong Palace Museums, vor dem Museum

Bildnachweis: Leo Cheng

"Was macht West Kowloon aus? Es sind die Menschen. Die Dynamik, die Lebendigkeit", sagt der Historiker und Direktor des Hong Kong Palace Museum Dr. Louis Ng. Da er in diesem Viertel aufgewachsen ist, ist auch Ng ein Teil davon. Seine Arbeit ist eng mit einigen bedeutenden historischen Bauwerken des Viertels verbunden, wie dem Museum of History, der St. Andrew's Church und nun dem Hong Kong Palace Museum. Obwohl sich das Viertel vielerorts verändert hat, sind ihm die Erinnerungen geblieben.

Die Shanghai Street in Yau Ma Tei

Bildnachweis: Gideon de Kock

Für Ng ist ein Spaziergang entlang der Shanghai Street die beste Art, das Viertel zu erleben. "Dort gibt es noch viele kleine Geschäfte. Ich bin gerne dort, viel lieber als in den großen Supermärkten und Einkaufszentren. Außerdem gibt es hier auch einige kleine Restaurants. Ich koche gerne, und in der Shanghai Street bekommt man viele Zutaten und Küchengeräte", erzählt er. Seit Ngs Kindheit hat sich viel verändert - es sind Hochhäuser und Verkehrsinfrastruktur wie die Hochgeschwindigkeitsbahn dazugekommen, aber einige Elemente sind erhalten geblieben. "Es gibt viele Leute wie mich, die schon lange hier leben, anders als in Central - dort hat sich die Struktur der Bewohner wahrscheinlich stark verändert. Aber in dieser Gegend, vor allem in Yau Ma Tei und Jordan, leben die Menschen schon sehr lange hier", sagt Ng.

Dr. Ng bei einem Spaziergang durch den West Kowloon Cultural District

Bildnachweis: Leo Cheng

Die Einheimischen sind es, die das Viertel erden - und umgekehrt. Oft schaut er im Tofu-Laden Liu Ma Kee vorbei, einem seiner Lieblingsläden des Viertels. "Man muss mit den Leuten reden, um ihre Vergangenheit zu verstehen. Sie kennen so viele gute Geschichten", sagt er. Auch bekannte lokale Persönlichkeiten haben eine Verbindung zu diesem Viertel. Ng erzählt: "Das erste erfolgreiche "Café de Coral"-Restaurant lag in der Ferry Street. Obwohl das Restaurant vor etwa 10 Jahren geschlossen wurde, nutzt das Unternehmen das Gebäude noch als Büro.  "Es ist unglaublich, dass man gleichzeitig die Geschichte und das kulturelle Erbe erkunden kann, und trotzdem dabei auch sehr moderne Gebäude zu sehen bekommt", schwärmt er.

Dr. Ng im Büro der West Kowloon Cultural District Authority

Bildnachweis: Leo Cheng

Auf die uralte Frage nach dem Spannungsverhältnis von kulturellem Erhalt und Fortschritt antwortet Ng, dass es immer einen Kompromiss gibt, und schon das eine Kunstform für sich ist. Er erklärt: "Es wird immer eine Debatte zwischen den beiden Polen geben, aber ich glaube, dass es möglich ist, den richtigen Mittelweg zu finden. Die Polizeistation in Yau Ma Tei zum Beispiel ist ein Projekt, das seit 20 Jahren diskutiert wird. Wir wissen, dass die Autobahn für viele Menschen in Hongkong wichtig ist, und so konnten wir einen Mittelweg finden, indem wir der Stadterneuerungsbehörde erlaubten, einen Teil des Gebäudes abzureißen, um die Durchfahrt für die Autobahn zu ermöglichen. Das Wichtigste ist jedoch, dass die Hauptstruktur des Gebäudes erhalten blieb und wir unsere Arbeit wie gewohnt fortsetzen können." 

Ng ist der Meinung, dass die Museen nicht nur die Geschichte bewahren und zeigen, sondern sie auch gestalten sollten. Durch die Zusammenarbeit mit einheimischen Künstlern und Designern gibt es eine enge Verbindung zur Gesellschaft - und weil die Kunstwerke oft das tägliche Leben künstlerisch interpretieren, können sich die Besucher mit ihnen identifizieren. "Für mich ist es am wichtigsten, dass ein Kunstwerk das Herz und den Geist der Betrachter berühren kann", fügt Ng hinzu. "Wenn das M+ eröffnet wird, werden Sie dort etliche interessante Exponate finden, wie zum Beispiel Leuchtreklamen. Auch sie gehören zu den Erinnerungen der Menschen in Hongkong". Gerne möchte Ng seinem Heimatviertel etwas zurückgeben, indem er das würdigt, was den Alltag des Viertels ausmacht. 

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